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Untersuchung
von Trinkwasser aus oberflächenbeeinflussten Gewinnungsanlagen auf
Arzneimittelrückstände durch das LGL (Bayerisches Landesamt
für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)
Gemeinsame Veröffentlichung des Zweckverbandes zur
Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe (RBG) und der Fernwasserversorgung
Franken (FWF)
Das LGL hat in Bayern 84 ausgewählte Trinkwasserproben von bekannten
oberflächenwasserbeeinflussten Wasserversorgungsunternehmen auf
Arzneistoffe und ihre Abbauprodukte untersucht.
Im Ergebnis waren in 26 Proben (darunter auch Proben des RBG- und FWF-Trinkwassers)
Spuren von einzelnen Arzneimitteln feststellbar. Die Konzentrationen
sind jedoch sehr gering und gesundheitlich unbedenklich. Alle Leitwerte
werden hier weit unterschritten. Die Untersuchungen zeigen, dass die
bayerischen Behörden sowie die zwei Wasserversorgungsunternehmen
aus Vorsorgegesichtspunkten frühzeitig und umfassend die nötigen
Daten zur Trinkwasserqualität erheben und beurteilen.
Die Ergebnisse mit einer ausführlichen Bewertung sind im Internet
unter www.lgl.bayern.de/lebensmittel/rueckstaende/arzneimittel_wasser.htm einsehbar.
Die humantoxikologische Bewertung der Trinkwasserergebnisse
durch das Bayerische Landesamt ergab, dass selbst bei einer lebenslangen
Aufnahme
von Trinkwasser aus oberflächenwasserbeeinflussten Gewinnungsanlagen
eine gesundheitsschädigende Wirkung ausgeschlossen werden kann.
Diese Aussage gilt für alle Verbraucher/Innen einschließlich
Säuglinge und Kleinkinder. Für die Trinkwässer der Reckenberg-Gruppe
und der Fernwasserversorgung Franken besteht nach Aussage des Bayerischen
Staatsministeriums derzeit keine Besorgnis.
Trotz der bestätigten Unbedenklichkeit und um die Bürgerinnen
und Bürger umfassend zu informieren, veröffentlichen die Wasserversorgungsunternehmen
ihre Analysewerte. Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick der
gemessenen Spurenstoffe.
Unternehmen |
Beprobung |
Entnahmestelle |
Sulfamethoxazol
(Antibiotika) |
Carbamazepin
(Antiepileptika) |
Amidotrizoesäure
(Röntgen-kontrastmittel) |
FWF |
Juli 2007* |
Versorgungsbereich Volkach (Reinwasser) |
n.n. |
n.n. |
0,00017 mg/l
(170 ng/l)
|
Versorgungsbereich Sulzfeld (Reinwasser) |
n.n. |
0,000015 mg/l
(15 ng/l)
|
0,00012 mg/l
(120 ng/l)
|
RBG |
März 2010 |
Reinwasser,
Abgabe Wasserwerk
|
0,00001 mg/l
( = 10 ng/l)
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0,000044 mg/l
( = 44 ng/l)
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0,00047 mg/l
( = 470 ng/l)
|
Grenzwerte für
diese Stoffe sind bisher in der Trinkwasserverordnung nicht festgesetzt.
*Die
Ergebnisse der Beprobung vom Mai 2010 sind voraussichtlich Mitte Juni
verfügbar.
Die zwei Wasserversorgungsunternehmen führen auch weiter eigene
Untersuchungen zur Beobachtung der Spurenstoffe im Trinkwasser durch.
Zudem stehen sie in engem Kontakt mit den örtlichen Gesundheitsämtern.
Ziel beim Gewässerschutz muss es sein, dass unerwünschte Stoffe
nicht in die Umwelt gelangen. Altmedikamente können in jeder Apotheke
kostenlos abgegeben werden. Dort werden sie dann fachgerecht entsorgt.
Weitere Fragen zu den Untersuchungsergebnissen auf Arzneimittelrückstände
aus oberflächenbeeinflussten Gewinnungsanlagen beantworten die Wasserversorger
gerne.
Folgende Ansprechpartner stehen für Sie bereit:
| Zweckverband Reckenberg-Gruppe: |
Herr Freytag, Tel. 09831/6781-33 |
| Fernwasserversorgung Franken: |
Herr Rautenberg, Tel. 09842/938-202 |
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