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Iran-Delegation zu Besuch im Wasserwerk Wassermungenau

 

Dieser Tage stattete eine Iran-Delegation dem Wasserwerk des Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe in Wassermungenau einen Besuch ab. Herr Mohammad Taherizadeh, Chef eines der größten Ingenieurbüros aus dem Iran mit 500 Mitarbeitern, informierte sich über die Wassergewinnung, -aufbereitung bis hin zur Wasserverteilung.

Schwerpunkt war unter anderem das hochmoderne Prozessleitsystem in der Schaltzentrale der Reckenberg-Gruppe. RAY AB Consulting Engineers mit seinem Hauptsitz in Mashhad, der 2. größten Stadt – nahe an der afghanischen Grenze –, ist führend in der Verfahrenstechnik. In den 7 größten Städten im Iran befinden sich große Niederlassungen. Die Wassersituation im Iran ist schwierig. Zwar gibt es im Iran theoretisch genügend Wasser, aber leider an der falschen Stelle. Deshalb muss das Grundwasser über weite Strecken in Rohrleitungen zu den Menschen gepumpt werden. So z. B. von Isfahan nach Kashan. Das typische Fernwasser hat hier über 700 Höhenmeter zu bewältigen. Hochleistungspumpen fördern mit einer Leistung von 500 Liter pro Sekunde über 6 Druckstufen das Trinkwasser ins 136 km entfernte Kashan. Vergleichbar ist diese Situation in Deutschland mit der Bodensee-Wasserversorgung.

Die Trinkwasserversorgung in den einzelnen Bundesstaaten im Iran erfolgt durch staatliche Wasserlieferer. Der tägliche Trinkwasserverbrauch liegt zwischen 175 – 275 Liter, was einen durchschnittlichen Tagesverbrauch von 205 l entspricht (Deutschland: ca. 125 l/Tag).

Beachtlich ist der Preis: gerade mal 20 Cent/m³ muss für Trinkwasser aufgewendet werden (Deutschland: ca. 1,80 €/m³). Die Abschlagszahlungen der Kunden erfolgen für Wasser, Strom und Telefon einheitlich alle 2 Monate.

Der Besuch aus dem Iran machte deutlich, wie wichtig eine technisch einwandfreie Trinkwasseranlage ist. Gerade die moderne Fernwirktechnik der RBG beeindruckte die Iran-Delegation sehr. Planungen, die dortigen Förderanlagen und die großen Pumpstationen über eine Fernwirktechnik zu verbinden, sollen nun umgesetzt werden.

     
 
Im Rohrkeller
v.l.: Herr Schreyer (ABB), Herr Mohammad Taherizadeh, Herr Freytag (RBG) und Frau Taherizadeh
  Herr Eschenbacher (RBG) bei Erklärungen zum hochmodernen Prozessleitsystem.
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